Wenn man einen Neubau baut oder ein Bestandsgebäude energetisch verbessert, kommt es zunächst auf eine sehr gute Wärmedämmung an. Den größten Flächenanteil bei Standardgebäuden haben die Außenwände, Bodenplatte und das Dach.
Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wurde in Studien errechnet, daß die Wärmedämmung einen u-Wert von 0,10-0,15 W/(m2*K) erreichen sollte. Bei weiterer Verbesserung bringt der Mehrpreis derzeit keine relevanten Energieeinsparung mehr und rechnet sich folglich nicht für den Investor.
Die Beschaffenheit der Wand selbst ist neben einigen technischen Eigenschaften im wesentlichen subjektiv. So läßt sich eine Passivhauswand aus Holz, einschaligem Mauerwerk, zweischaligem Mauerwerk oder bewehrtem und unbewehrtem Beton, aus Schalungssteinen mit Ortbetonkern, ja sogar aus Holz-Strohballen-Konstruktion erstellen. Ob ein Wärmedämmsystem aus klassischem im Markt befindlichen Polystyrol oder Mineralwolle, aus modernen hochdämmenden Porenbetonplatten oder gar aus hightech Vakuumpanelen besteht ist ebenfalls unerheblich. Es zählt lediglich ein sehr guter Dämmwert des Geamtaufbaues.
Für die Dachkonstruktion eignet sich eine Betonplatte mit Dämmung ebenso wie ein Holzdachstuhl mit Kantholz oder modernen Doppel-T-Trägern aus Holz und Dämmung. Wie bei der Wand u-Wert unter 0,15, besser gegen 0,10 W/(m2*K).
Die gut gedämmte Gebäudehülle muß selbstverständlich in allen Bereichen miteinander verbunden sein. So müssen alle Bauteile, seien es Wandscheiben, Dachbereiche oder Bauelemente wie Fenster und Türen dauerhaft angeschlossen sein. Am leichtesten lassen sich Wand, Dach und Decken mit gleicher Bauweise verbinden. So ist ein reiner Holzbau problemlos fachgerecht und dauerhaft dicht herzustellen wie ein konsequenter Massivbau mit Mauerwerk- oder Betonwänden und Betondecken. Problematisch sind in der Praxis Mischbauweisen von Massivbau mit Holzbau, die in vielen Häusern in Deutschland im Dachbereich auftreten und in der Ausführung ein genaues Planen und Überwachen der tatsächlichen Ausführung vor Ort erfordern. Selbiges gilt selbstverständlich für die fachgerechte Ausführung nach Herstellerrichtlinien der Dämmsysteme.